Biografie

Regula Mühlemann beginnt die Spielzeit 2018/19 mit ihrem Rollendebüt als Juliette (Roméo et Juliette) von Charles Gounod am Luzerner Theater. Darauf folgt die Partie des Echo (Ariadne auf Naxos) am Mailänder Teatro alla Scala. Außerdem ist sie als Susanna in Le Nozze di Figaro am Opernhaus Zürich zu hören. Auf der Konzertbühne ist die junge Sängerin ebenso vielgefragt: Sie singt Mahlers 8. Sinfonie unter der Leitung von Valery Gergiev in der Münchner Philharmonie im Gasteig und in der Pariser Philharmonie, mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra im Concertgebouw in Amsterdam und mit den Wiener Philharmonikern unter Franz Welser-Möst im Wiener Konzerthaus. Darauf folgt Ein deutsches Requiem (Brahms) mit dem Orchestre National de France in Paris. Weitere Konzerte führen Regula Mühlemann u.a. nach Salzburg: Zur Mozartwoche, zu den Osterfestspielen in Mahlers 4. Sinfonie mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Mariss Jansons und im Sommer zu den Salzburger Festspielen in einer Mozart-Matinee unter der Leitung von Ivor Bolton.

Regula Mühlemann wurde in Luzern geboren. Sie studierte an der dortigen Hochschule bei Prof. Barbara Locher. Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte die junge Sopranistin schon früh am Luzerner Theater. Danach führten sie Engagements u.a. als Despina (Così fan tutte) ans Teatro La Fenice nach Venedig. Im Sommer 2012 gab sie ihr Debüt als Junge Papagena in der Oper Das Labyrinth von P. v. Winter bei den Salzburger Festspielen. Regula Mühlemann erhielt zahlreiche Preise und Stipendien. 2015 war sie Finalistin des Wettbewerbs «Cardiff Singer of the World».

Vergangene Spielzeiten

In vergangenen Spielzeiten gastierte Regula Mühlemann als Gretel (Hänsel und Gretel) am Teatro Regio in Turin und als Blonde (Entführung aus dem Serail) im Teatro San Carlo in Neapel. Sie sang die Partie der Rosina (La finta semplice – Mozart) in der Queen Elisabeth Hall in London. Außerdem verkörperte sie u.a. Serpetta in einer Neuproduktion von Hans Neuenfels in Mozarts La finta giardiniera an der Berliner Staatsoper, den Isolier in Rossinis Le Comte Ory an der Seite von Cecilia Bartoli am Theater an der Wien und im Grand Théâtre de Genève die Susanna in Mozarts Le Nozze di Figaro.

Jeder Ton verinnerlicht, jede Sekunde überzeugend. 

SÜDKURIER, EVA-MARIA SPINDLER 04.03.2016

Regula Mühlemann sang diverse Opernpartien auch in konzertanten Aufführungen. So etwa die Elisa in Il Re Pastore (Mozart) mit den „Les Arts Florissants“ unter der musikalischen Leitung von William Christie in Paris, Barcelona, Wien und am Lucerne Festival. Im Rahmen des Yehudi Menuhin Festivals Gstaad war sie als Zerlina (Don Giovanni) zu erleben. Des Weiteren sang sie Marzelline in Fidelio (Beethoven) im Théatre des Champs-Elysées Paris. Auch zu nennen sind die konzertanten Aufführungen von Mozarts La clemenza di Tito im Festspielhaus Baden-Baden, in der Regula Mühlemann an der Seite von Joyce DiDonato und Rolando Villazón die Rolle der Servilia sang. Die Konzerte wurden von der Deutschen Grammophon aufgezeichnet. In dieser Mozart CD-Reihe mit Yannick Nézet-Séguin und dem Chamber Orchestra of Europe sang sie des Weiteren Papagena (Die Zauberflöte) und Barbarina in Le Nozze di Figaro.

Liedgesang und Konzerttätigkeit

Regula Mühlemann war bereits in mehreren Filmen zu sehen: In einer Verfilmung der Oper Der Freischütz von C. M. v. Weber spielte und sang sie die Rolle des Ännchens, in einer weiteren Filmadaption von Glucks Oper Orfeo ed Euridice die Rolle des Amor. Zuletzt war sie 2018 in Bernard Webers Dokumentarfilm „Der Klang der Stimme“ zu sehen.

Neben dem Opernrepertoire widmet sich Regula Mühlemann auch dem Liedgesang. Wichtige Erfahrungen sammelte sie dabei in der Zusammenarbeit mit den Liedbegleitern Tatiana Korsunskaya und Helmut Deutsch.

Wie berückend schön die gleichsam aus Gold und Silber legierte Stimme klingt…

JÜRGEN KESTING, FONO FORUM *****

Im Konzertfach sang Regula Mühlemann in den letzten Spielzeiten u.a. Mozarts Große Messe in c-Moll, Lobgesang von Felix Mendelssohn Bartholdy und Beethovens 9. Sinfonie. Die Schuldigkeit des ersten Gebots (Mozart) wurde 2017 unter Alessandro De Marchi mit dem Münchner Rundfunkorchester gegeben. Regula Mühlemann arbeitete mit Dirigenten wie Nello Santi, Sir Simon Rattle, Daniel Harding, Andrés Orozco-Estrada, Pablo Heras-Casado, Ivor Bolton, Pinchas Steinberg und Gianandrea Noseda. Sie war in den wichtigsten Konzertsälen Europas zu Gast. Ihr Debüt in den Vereinigten Staaten hatte sie 2017 auf einer Tournee mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Hans-Christoph Rademann. Dabei wurden Bachs Passionen und die h-Moll-Messe gegeben. Im selben Jahr debütierte sie mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck (Exsultate, jubilate) und mit Haydns Die Jahreszeiten unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin in Philadelphia. Zu den weiteren Höhepunkten zählen der Messiah mit dem Kammerorchester Basel, Die Schöpfung (Haydn) unter Ádám Fischer im Müpa Budapest, Schumanns Das Paradies und die Peri mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti.

Aufnahmen

Regula Mühlemann ist Exklusivkünstlerin von Sony Classical. Das von den Kritikern hoch gelobte Debütalbum Mozart Arias (2016) gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste). Ihr zweites Album Cleopatra (2017) erntete ebenfalls beste Besprechungen („Wie berückend schön [klingt] die gleichsam aus Gold und Silber legierte Stimme“, „Das Recital zeichnet sich, summarisch gesagt, durch die musikalische Bilderfolge ebenso aus wie durch die Begegnung mit einer stimmlichen und technischen Hochbegabung“ Jürgen Kesting/Fono Forum). 2018 erhielt Regula Mühlemann den OPUS Klassik als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“.

Cleopatra Baroque Arias

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