Biografie

Die Spielzeit 2020/21 birgt ein ganz besonderes Highlight für Regula Mühlemann: als Teil des wiederbelebten Mozart Ensembles, für welches das Haus am Ring weltweit berühmt war, ist die junge Sopranistin gleich zweifach an der Wiener Staatsoper zu erleben: den Beginn macht die Partie der Blonde in einer Neuproduktion der Entführung aus dem Serail von Hans Neuenfels, gefolgt von Pamina (Die Zauberflöte), die sie früher in der Spielzeit am Theater Basel debütiert. Die dritte Partie an der Wiener Staatsoper ist ihr Rollendebüt als Adele, die sie auch in der berühmten Silvestervorstellung von Strauß’ Die Fledermaus singt. Auch auf der Konzertbühne ist Regula Mühlemann eine gefragte Interpretin: so singt sie erneut im Rahmen der Mozartwoche Salzburg, diesmal mit dem Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Robin Ticciati Mozarts Exsultate Jubilate, gefolgt von Konzerten mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock in Spanien. Weitere Konzerte und Liederabende führen Regula Mühlemann ins Gewandhaus Leipzig (Johannes Passion), in den Kammermusiksaal der Hamburger Elbphilharmonie, sowie für Liederabende mit dem Programm ihres Albums Lieder der Heimat in verschiedene Schweizer Konzertsäle. Außerdem tourt sie mit ihrem zweiten Mozart Album „Mozart Arias II“, das im Herbst 2020 bei Sony Classical erscheint, mit dem Kammerorchester Basel und gastiert damit in Zürich (Tonhalle), Dresden (Frauenkirche), Luzern (KKL) und Bern (Casino). Mit Liedern von Schubert und Schumann beendet die Künstlerin die Spielzeit mit ihrem Debüt bei der Schubertiade Schwarzenberg.

Im Februar 2020 gab Regula Mühlemann als Adina in Otto Schenks legendärerer Inszenierung von Donizettis L’Elisir d’amore ihr Haus- und Rollendebüt an der Wiener Staatsoper. In vergangenen Spielzeiten sang sie Juliette (Roméo et Juliette) von Charles Gounod am Luzerner Theater sowie die Partie des Echo (Ariadne auf Naxos) am Mailänder Teatro alla Scala unter der Leitung von Franz Welser-Möst. Sie gastierte als Gretel (Hänsel und Gretel) am Teatro Regio in Turin, als Blonde (Entführung aus dem Serail) im Teatro San Carlo in Neapel und sang die Partie der Rosina in Mozarts La finta semplice in der Queen Elisabeth Hall in London. Außerdem verkörperte sie u.a. Serpetta in einer Neuproduktion in Mozarts Oper La finta giardiniera an der Berliner Staatsoper, den Isolier in Rossinis Le Comte Ory an der Seite von Cecilia Bartoli am Theater an der Wien und die Susanna in Mozarts Le Nozze di Figaro im Grand Théâtre de Genève sowie 2019 im Opernhaus Zürich.

Regula Mühlemann sang diverse Opernpartien auch in konzertanten Aufführungen. Zuletzt war dies die Susanna in semi-konzertanten Vorstellungen im Rahmen der Salzburger Mozartwoche unter der Leitung von András Schiff. Davor Elisa in Il Re Pastore (Mozart) – damit tourte sie mit den „Les Arts Florissants“ unter der musikalischen Leitung von William Christie in Paris, Barcelona, Wien und am Lucerne Festival. Im Rahmen des Yehudi Menuhin Festivals Gstaad war sie als Zerlina (Don Giovanni) zu erleben. Des Weiteren sang sie Marzelline in Fidelio (Beethoven) im Théâtre des Champs-Élysées Paris. Auch zu nennen sind die konzertanten Aufführungen von Mozarts La Clemenza di Tito im Festspielhaus Baden-Baden, in der Regula Mühlemann an der Seite von Joyce di Donato und Rolando Villazón die Rolle der Servilia sang. Die Konzerte wurden von der Deutschen Grammophon aufgezeichnet. Im Rahmen dieses Mozart-Zyklus mit Yannick Nézet-Séguin und dem Chamber Orchestra of Europe sang sie auch Papagena (Die Zauberflöte) und Barbarina in Le Nozze di Figaro.

Jeder Ton verinnerlicht, jede Sekunde überzeugend.

SÜDKURIER, EVA-MARIA SPINDLER 04.03.2016

Regula Mühlemann war bereits in mehreren Filmen zu sehen: In einer Verfilmung der Oper Der Freischütz von C. M. v. Weber spielte und sang sie die Rolle des Ännchens, in einer weiteren Filmadaption von Glucks Oper Orfeo ed Euridice die Rolle des Amor. Zuletzt war sie 2018 in Bernard Webers Dokumentarfilm „Der Klang der Stimme“ zu sehen. Außerdem ist die Künstlerin zweifach beim Adventskonzert des ZDF in der Dresdner Frauenkirche zu Gast gewesen, das am Heiligen Abend jeweils mit großer Zuschauerbeteiligung übertragen wird.

Neben dem Opernrepertoire widmet sich Regula Mühlemann auch dem Liedgesang. Wichtige Erfahrungen sammelte sie dabei in der Zusammenarbeit mit den Liedbegleitern Tatiana Korsunskaya und Helmut Deutsch.

Im Konzertfach sang Regula Mühlemann in den letzten Spielzeiten u.a. Mozarts Große Messe in c-Moll, Lobgesang von Felix Mendelssohn Bartholdy und Beethovens 9. Sinfonie. Die Schuldigkeit des ersten Gebots (Mozart) wurde 2017 unter Alessandro De Marchi mit dem Münchner Rundfunkorchester gegeben. Zu den Osterfestspielen 2019 wurde sie in Mahlers 4. Sinfonie mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Mariss Jansons eingeladen. Sie war in den wichtigsten Konzertsälen Europas zu Gast, im renommierten Wiener Musikverein debütierte die Schweizerin mit Bachs Magnificat unter der Leitung von Philippe Jordan. Regula Mühlemann arbeitete mit Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Valery Gergiev, Nello Santi, Sir Simon Rattle, Daniel Harding, Andrés Orozco-Estrada, Pablo Heras-Casado, Ivor Bolton, Pinchas Steinberg und Gianandrea Noseda. Ihr Debüt in den Vereinigten Staaten hatte sie 2017 auf einer Tournee mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Hans-Christoph Rademann. Dabei wurden Bachs Passionen und die h-Moll-Messe gegeben. Im selben Jahr debütierte sie mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck (Exsultate, jubilate) und mit Haydns Die Jahreszeiten unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin in Philadelphia. Zu den weiteren Höhepunkten zählen der Messiah mit dem Kammerorchester Basel, Die Schöpfung (Haydn) unter Ádám Fischer im MÜPA Budapest, Schumanns Das Paradies und die Peri mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti.

Wie berückend schön die gleichsam aus Gold und Silber legierte Stimme klingt…

JÜRGEN KESTING, FONO FORUM *****

Regula Mühlemann ist Exklusivkünstlerin von Sony Classical. Das von den Kritikern hoch gelobte Debütalbum „Mozart Arias“ (2016) gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste). Ihr zweites Album „Cleopatra“ (2017) erntete ebenfalls beste Besprechungen („Wie berückend schön [klingt] die gleichsam aus Gold und Silber legierte Stimme“, „Das Recital zeichnet sich, summarisch gesagt, durch die musikalische Bilderfolge ebenso aus wie durch die Begegnung mit einer stimmlichen und technischen Hochbegabung“ Jürgen Kesting/Fono Forum). 2018 erhielt Regula Mühlemann den OPUS Klassik als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“. Im Herbst 2019 wurde ihr drittes Solo-Album „Lieder der Heimat“ mit einer Auswahl wunderbarer Lieder von Schubert und schweizer Komponisten veröffentlicht.

Regula Mühlemann wurde in Luzern geboren. Sie studierte an der dortigen Hochschule bei Prof. Barbara Locher. Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte die junge Sopranistin schon früh am Luzerner Theater. Danach führten sie Engagements u.a. als Despina (Così fan tutte) ans Teatro La Fenice nach Venedig. Im Sommer 2012 gab sie ihr Debüt als Junge Papagena in der Oper Das Labyrinth von P. v. Winter bei den Salzburger Festspielen. Regula Mühlemann erhielt zahlreiche Preise und Stipendien. 2015 war sie Finalistin des Wettbewerbs «Cardiff Singer of the World».

Cleopatra Baroque Arias

Album anzeigen
Mehr Musik