Biografie

Die Spielzeit 2019/20 bringt für Regula Mühlemann eine Reihe aufregender Debuts. Die Wigmore Hall in London und der Musikverein in Wien mit Bachs Magnificat unter der Leitung von Philippe Jordan bilden den Auftakt einer ereignisreichen Saison. Danach führen sie Konzerte in den wunderbaren Konzertsaal des Nationalen Forums für Musik in Breslau und in die Philharmonie Luxembourg, wo sie in Rolando Villazóns Reihe „Mozartwoche on Tour“ auftritt. Im November wird Regula Mühlemanns aktuelle CD Lieder der Heimat (Sony Classical) veröffentlicht. Mit diesem Programm (Schubert und Schweizer Komponisten) tourt sie daraufhin in der Schweiz. Nach 2016 wird Regula Mühlemann dieses Jahr erneut im beliebten „ZDF Adventskonzert“ in der Frauenkirche Dresden an der Seite von Piotr Beczala mit der Staatskapelle Dresden auftreten. Neben Konzerten in Grafenegg und dem Wiener Konzerthaus ist in der Adventszeit auch eine Tournee mit dem Freiburger Barockorchester geplant. Silvester- und Neujahrsgalas im Grand Théâtre de Genève, in Basel und im KKL Luzern beenden das Jahr, bzw. läuten das neue ein. Weitere Höhepunkte sind Susanna in Le nozze di Figaro bei der Salzburger Mozartwoche unter der Leitung von András Schiff, sowie das Rollen- und Hausdebüt als Adina in der berühmten Otto Schenk-Inszenierung von Donizettis L’Elisir d’amore an der Wiener Staatsoper unter Evelino Pidò. Die Spielzeit setzt sich u.a. mit Konzerten in Skandinavien und bei der Schubertiade in Schwarzenberg (Wolfs Italienisches Liederalbum) fort und endet mit einem weiteren Rollendebüt: als Pamina (Die Zauberflöte) beim 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele.

Vergangene Spielzeiten

In vergangenen Spielzeiten sang die junge Sopranistin Juliette (Roméo et Juliette) von Charles Gounod am Luzerner Theater sowie die Partie des Echo (Ariadne auf Naxos) am Mailänder Teatro alla Scala unter der Leitung von Franz Welser-Möst. Sie gastierte als Gretel (Hänsel und Gretel) am Teatro Regio in Turin, als Blonde (Entführung aus dem Serail) im Teatro San Carlo in Neapel und sang die Partie der Rosina in Mozarts La finta semplice in der Queen Elisabeth Hall in London. Außerdem verkörperte sie u.a. Serpetta in einer Neuproduktion von Hans Neuenfels in Mozarts Oper La finta giardiniera an der Berliner Staatsoper, den Isolier in Rossinis Le Comte Ory an der Seite von Cecilia Bartoli am Theater an der Wien und die Susanna in Mozarts Le Nozze di Figaro im Grand Théâtre de Genève sowie 2019 im Opernhaus Zürich.

Jeder Ton verinnerlicht, jede Sekunde überzeugend. 

SÜDKURIER, EVA-MARIA SPINDLER 04.03.2016

Regula Mühlemann sang diverse Opernpartien auch in konzertanten Aufführungen. So etwa die Elisa in Il Re Pastore (Mozart) mit den „Les Arts Florissants“ unter der musikalischen Leitung von William Christie in Paris, Barcelona, Wien und am Lucerne Festival. Im Rahmen des Yehudi Menuhin Festivals Gstaad war sie als Zerlina (Don Giovanni) zu erleben. Des Weiteren sang sie Marzelline in Fidelio (Beethoven) im Théatre des Champs-Elysées Paris. Auch zu nennen sind die konzertanten Aufführungen von Mozarts La Clemenza di Tito im Festspielhaus Baden-Baden, in der Regula Mühlemann an der Seite von Joyce DiDonato und Rolando Villazón die Rolle der Servilia sang. Die Konzerte wurden von der Deutschen Grammophon aufgezeichnet. Im Rahmen dieses Mozart-Zyklus mit Yannick Nézet-Séguin und dem Chamber Orchestra of Europe sang sie des Weiteren Papagena (Die Zauberflöte) und Barbarina in Le Nozze di Figaro.

Regula Mühlemann war bereits in mehreren Filmen zu sehen: In einer Verfilmung der Oper Der Freischütz von C. M. v. Weber spielte und sang sie die Rolle des Ännchens, in einer weiteren Filmadaption von Glucks Oper Orfeo ed Euridice die Rolle des Amor. Zuletzt war sie 2018 in Bernard Webers Dokumentarfilm „Der Klang der Stimme“ zu sehen.

Neben dem Opernrepertoire widmet sich Regula Mühlemann auch dem Liedgesang. Wichtige Erfahrungen sammelte sie dabei in der Zusammenarbeit mit den Liedbegleitern Tatiana Korsunskaya und Helmut Deutsch.

Wie berückend schön die gleichsam aus Gold und Silber legierte Stimme klingt…

JÜRGEN KESTING, FONO FORUM *****

Im Konzertfach sang Regula Mühlemann in den letzten Spielzeiten u.a. Mozarts Große Messe in c-Moll, Lobgesang von Felix Mendelssohn Bartholdy und Beethovens 9. Sinfonie. Die Schuldigkeit des ersten Gebots (Mozart) wurde 2017 unter Alessandro De Marchi mit dem Münchner Rundfunkorchester gegeben. Zu den Osterfestspielen 2019 wurde sie in Mahlers 4. Sinfonie mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Mariss Jansons eingeladen. Regula Mühlemann arbeitete mit Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Valery Gergiev, Nello Santi, Sir Simon Rattle, Daniel Harding, Andrés Orozco-Estrada, Pablo Heras-Casado, Ivor Bolton, Pinchas Steinberg und Gianandrea Noseda. Sie war in den wichtigsten Konzertsälen Europas zu Gast. Ihr Debüt in den Vereinigten Staaten hatte sie 2017 auf einer Tournee mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Hans-Christoph Rademann. Dabei wurden Bachs Passionen und die h-Moll-Messe gegeben. Im selben Jahr debütierte sie mit dem Chicago Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck (Exsultate, jubilate) und mit Haydns Die Jahreszeiten unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin in Philadelphia. Zu den weiteren Höhepunkten zählen der Messiah mit dem Kammerorchester Basel, Die Schöpfung (Haydn) unter Ádám Fischer im MÜPA Budapest, Schumanns Das Paradies und die Peri mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti.

Regula Mühlemann ist Exklusivkünstlerin von Sony Classical. Das von den Kritikern hoch gelobte Debütalbum Mozart Arias (2016) gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste). Ihr zweites Album Cleopatra (2017) erntete ebenfalls beste Besprechungen („Wie berückend schön [klingt] die gleichsam aus Gold und Silber legierte Stimme“, „Das Recital zeichnet sich, summarisch gesagt, durch die musikalische Bilderfolge ebenso aus wie durch die Begegnung mit einer stimmlichen und technischen Hochbegabung“ Jürgen Kesting/Fono Forum). 2018 erhielt Regula Mühlemann den OPUS Klassik als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“.

Regula Mühlemann wurde in Luzern geboren. Sie studierte an der dortigen Hochschule bei Prof. Barbara Locher. Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte die junge Sopranistin schon früh am Luzerner Theater. Danach führten sie Engagements u.a. als Despina (Così fan tutte) ans Teatro La Fenice nach Venedig. Im Sommer 2012 gab sie ihr Debüt als Junge Papagena in der Oper Das Labyrinth von P. v. Winter bei den Salzburger Festspielen. Regula Mühlemann erhielt zahlreiche Preise und Stipendien. 2015 war sie Finalistin des Wettbewerbs «Cardiff Singer of the World».

Cleopatra Baroque Arias

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